Grüner Tee - Anbau

China

Grüner Tee anbau

Wer an ein teeproduzierendes Land denkt, dem fällt sicherlich zuerst China ein. Schon seit vielen Jahrhunderten hat der Teeanbau hier Tradition und die Teekultur reicht rund 4000 Jahre zurück. Dies haben neueste Forschungen ergeben. Damit gehört China zu den Ländern mit der ältesten Teekultur, genauer gesagt, ist das Land hier an die Spitze zu setzen. Vor allem im Süden des Landes befinden sich viele Teeanbaugebiete, in denen grüner Tee angepflanzt wird. Etwa ¾ der gesamten Teeproduktion von China entfallen auf den grünen Tee. Sie werden zwischen Mitte April und Mitte Mai geerntet und sofort weiter verarbeitet. Die Provinzen in Süd- und Mittelchina sind führend in der Produktion des Grüntees. Die besten Sorten wachsen in einer Höhe zwischen 1000 und 2500 Meter. Es gibt hier die so genannten Massentees sowie die erlesenen grünen Tees, die sehr feinblättrig sind. Aus China stammt auch die Tradition des aromatisierten grünen Tees. Dafür werden frische Blüten von Rosen, Jasmin oder Chrysanthemen verwendet und unter die erlesenen Tees gemischt.

Japan

Auch Japan gehört zu den Ländern, in denen die Teekultur eine langjährige Tradition hat. So haben die buddhistischen Mönche schon vor rund 1000 Jahren den Tee nach Japan gebracht und den Anbau dort vorangetrieben. In Japan wird auch heute noch traditionell und ausschließlich grüner Tee hergestellt. Der Markt kann die große Nachfrage allerdings nicht decken. Japan muss daher immer noch Tee importieren, obwohl das Land so große Mengen des Tees produziert. Auch wenn die Teeproduktion stark von den klimatischen Verhältnissen abhängig ist, so lässt sich eine kontinuierliche Steigerung erkennen und der Ausbau der Flächen, die für die Produktion von Tee zur Verfügung stehen, wird immer weiter vorangetrieben. Teilweise wird sogar schon befürchtet, dass die Teeplantagen zu groß werden könnten.
Der bekannte grüne Tee aus Japan trägt den Namen Sencha. Es gibt allerdings auch spezielle Teezeremonien, bei denen dann nicht der Sencha, sondern der Matcha Tee verwendet wird.
Die Produktion des grünen Tees in Japan erfolgt nur maschinell, was schon allein aufgrund des enormen eigenen Bedarfs der Japaner der Fall ist. Am größten sind die Anbaugebiete im Süden der Insel Hondo, der Hauptinsel des Landes. Hier sind die klimatischen Bedingungen für den Anbau von grünem Tee ideal. Auch auf Shikoku und auf Kiushu liegen Hauptanbaugebiete für den Tee. Das größte Anbaugebiet befindet sich zu Füßen des Berges Fudschijama.

Nepal

Nepal ist noch nicht so lange für die Produktion von grünem Tee bekannt. Dieser wird erst seit vergleichsweise kurzer Zeit hier angebaut, jedenfalls, wenn man die nepalesische Teetradition mit der anderer Länder vergleicht, wie zum Beispiel China oder Japan. Der grüne Tee aus Nepal ist daher noch selten im Handel anzutreffen. Doch der Teeanbau wird unterstützt, wozu die UNESCO sowie die Regierung Indiens beitragen. So soll die Produktion von Tee dazu dienen, das Land wirtschaftlich zu stärken.
Die grünen Tees werden in Nepal ausschließlich in den höheren Lagen angebaut, denn nur hier sind die klimatischen Bedingungen ideal dafür. In einer Höhe von 2000 Metern wird zum Beispiel im Distrikt Ilam, welcher in Verwaltungsbezirk Mechi liegt, der grüne Tee angebaut. Die Teesorte, die von hier kommt, nennt sich Ilam Mao Feng.
Die anfänglich eher geringe Produktionsmenge hat sich bedeutend erhöht. Das hat aber auch eine Verbesserung der Qualität mit sich gebracht, was durchaus nicht üblich ist bei einer verstärkten Produktion. Daraus lässt sich schließen, dass die Menge des nepalesischen grünen Tees, die exportiert wird, sicherlich noch bedeutend zunehmen wird, denn die Nachfrage wird auch weiter steigen. Vor allem in den Ländern Mitteleuropas ist die Nachfrage nach grünem Tee aus Nepal in den letzten Jahren stark gestiegen und Experten gehen davon aus, dass noch eine weitere Steigerung zu erwarten ist. Ein Grund dafür ist natürlich die hohe Qualität, die der Tee mitbringt, die nicht mit jedem Tee vergleichbar ist.