Taiwan

In Taiwan finden sich ideale Voraussetzungen für den Anbau von grünem Tee. Die Sommer sind zwar warm, aber nicht zu heiß, die Winter eher mild mit tiefsten Temperaturen, die nicht einmal 10 °C erreichen. Für die Teepflanzen ist dieses Klima natürlich ideal. So ist es auch kein Wunder, dass aus Taiwan die besonders feinen grünen Tees stammen.
Einst hieß Taiwan Formosa und unter diesem Namen ist auch heute noch der Tee bekannt.
Die Teetradition ist auf Taiwan noch gar nicht so alt und sie startete erst ungefähr um 1800. Damals wurden die ersten Teepflanzen aus China, genauer gesagt, aus der Provinz Fukien, importiert und hier angebaut. Anfänglich beschränkte sich die Produktion des taiwanesischen Tees daher auch auf Sorten, die eigentlich aus China stammten. Erst im Jahr 1881 wurde dann mit der Produktion von Tee begonnen, der aus einheimischen Pflanzen stammte. Und sogar erst einhundert Jahre später nutzen die Taiwanesen den Tee auch für sich selbst, während sie davor rund ¾ des produzierten Tees in das Ausland gebracht hatten. Dann stieg der Eigenverbrauch der Bevölkerung sehr rasch an und heute hat sich die Sache umgekehrt: Nur noch etwa ¼ des produzierten Tees kann an das Ausland verkauft werden. Nun ist es aber so, dass die Produktion immer weiter gesteigert werden soll, was aber nicht ganz einfach ist. Denn schließlich müssen immer erst wieder neue Flächen für den Teeanbau gewonnen werden.
Die besten Teesorten aus Taiwan stammen auch hier wieder aus den höheren Lagen. Sie stammen aus dem Hochland von Chiayi oder Nantou. Der Teeanbau ist im Zentrum und im Norden der Insel konzentriert.
Indien
Natürlich gehört Indien zu den wichtigsten Teenationen der Welt und der Anbau von Tee und insbesondere von grünem Tee hat eine lange Tradition. Es gibt viele verschiedene Teeanbaugebiete, wie zum Beispiel Anamalai oder Tamil Nadu. Wer den Namen Assam schon einmal gehört hat, weiß auch, dass dieser Tee aus Indien stammt. Der Grüne Assam ist besonders beliebt und bekannt.
Nicht jeder Bundesstaat Indiens baut Tee an und in einigen wird der Teeproduktion nur ein geringer Raum eingerichtet. So zum Beispiel in Punjab, wo vor allem im Zentrum Tee angebaut wird, oder in Kerala, wo der Süden des Bundesstaates für den Teeanbau vorbehalten ist. In Karnataka wird in erster Linie im Süden des Bundesstaates der grüne Tee angebaut. Hier befindet sich neben der bereits erwähnten Anbauregion Anamalai eine Region im Zentrum. Vor allem im Westen wird in Maghalaya grüner Tee angebaut.
Indien produziert den grünen Tee in erster Linie für den Export. Doch auch der Eigenbedarf ist in den letzten Jahren stark angestiegen und so ist es nicht verwunderlich, dass die Produktion immer weiter angekurbelt wird. Bislang ging dies auch noch nicht zu Lasten der Qualität, was so häufig vermutet und befürchtet wird.
Vietnam
Vietnam ist ein Land, in dem der Teeanbau eine lange Tradition besitzt. So wurde schon vor rund 800 Jahren hier Tee angebaut. Die Produktion von Tee hat aber dennoch in Vietnam in den letzten Jahren deutlich zugelegt, was an der gesteigerten Nachfrage nach grünem Tee liegt. Auch wenn in Vietnam in erster Linie schwarzer Tee angebaut wurde, so wird die Produktion doch stark umgestellt. Vor allem im Süden des Landes sind zahlreiche Teeplantagen entstanden, auf denen nur grüner Tee herstellt wird. Vietnam produziert den grünen Tee nicht nur für den Eigenbedarf, auch wenn die Nachfrage im Land stark gestiegen ist. Auch für den Export wird grüner Tee hergestellt und verarbeitet. Die Qualität des Tees ist sehr gut.
Bekannt ist der Tee unter dem Namen Grüntee Vietnam Sencha.